ZIEL 10 WENIGER UNGLEICHHEITEN

Was bedeutet Gleichheit überhaupt?

Das bedeutet, dass wir alle die gleichen Rechte und Chancen haben sollten.

Zum Beispiel sollten wir alle Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung haben und in der Gesellschaft und Wirtschaft gleich behandelt werden.

Doch viele Menschen haben nicht dieselben Möglichkeiten, weil sie arm sind. Armut führt oft zu Ungleichheit. Oder auch Behinderung.

Ziel 10 steht für:

  • Ungleichheit verringern:
    Menschen, die benachteiligt sind, sollen besser in die Gesellschaft, Wirtschaft und Politik eingebunden werden.
  • Chancengleichheit:
    Alle Menschen sollen – unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Herkunft oder sozialem und wirtschaftlichem Status – gleiche Möglichkeiten haben.
  • Stärkung der Repräsentation:
    Die Stimmen und Bedürfnisse von Menschen, die oft übersehen werden, sollen stärker berücksichtigt werden.
Wie sieht es in der Welt aus?

250 Millionen Kinder weltweit können keine Schule besuchen. Sie haben nicht die gleichen Chancen, weil sie arm sind. Auch haben viele keine Gesundheitsversorgung.

Und die Gleichstellung von Mann und Frau ist auch immer noch nicht selbstverständlich.

Das Vermögen auf der Welt ist sehr ungleich verteilt:
Seit 2020 haben die reichsten fünf Männer der Welt wie z.B. Elon Musk (Tesla), Jeff Bezos (Amazon) und Mark Zuckerberg (Facebook) ihr Vermögen verdoppelt. Aber gleichzeitig sind fast 5 Milliarden Menschen ärmer geworden.

Not und Hunger sind für viele Menschen weltweit tägliche Realität. Bei der derzeitigen Geschwindigkeit der Armutsbekämpfung wird es 230 Jahre dauern, um die Armut zu beenden.

Einige Länder, besonders in Afrika, haben Fortschritte in der Kommunikationsinfrastruktur gemacht, was positive wirtschaftliche Effekte hat. Beispielsweise ist der Anteil der Bevölkerung, die Mobiltelefone nutzen, von knapp 40 % (2013) auf knapp 70 % (2021) gestiegen.

Und wie ist die Situation in Deutschland?

In Deutschland versucht man, Ungleichheiten durch Integration, gleiche Bildungschancen und eine gerechte Verteilung von Einkommen und Vermögen zu verringern.

Integration:
Für ein friedliches Zusammenleben ist es wichtig, dass Ausländerinnen, die in Deutschland leben, gut integriert sind. Dazu gehört, die deutsche Sprache zu lernen und eine gute schulische Ausbildung zu bekommen. Ausländerinnen ohne deutschen Pass haben jedoch seltener einen Schulabschluss als Deutsche.

Bildung:
Nur etwa 13,7 % der ausländischen Schulabsolventinnen erreichten 2022 die Fachhochschulreife oder das Abitur, im Vergleich zu 36,7 % der deutschen Schulabsolventinnen.

Einkommensungleichheit:
In Deutschland versucht man, Einkommensungleichheiten durch Sozialleistungen, Sozialversicherungen und Steuern auszugleichen. Trotzdem ist das Vermögen in Deutschland sehr ungleich verteilt. Die Reichen werden immer reicher, während die Armen immer ärmer werden. Im Jahr 2021 hatten die reichsten 10 % der Bevölkerung 37 % des Einkommens, während die ärmsten 50 % nur 19 % erhielten.

Bei Ziel 1 und Ziel 4 werden schon die Situation gehörloser Kinder, Jugendliche und Erwachsene erklärt, dass sie auch viel weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und durch die Kommunikationsbarrieren aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

Was kannst Du machen?

Setz dich für DGS als Unterrichts­sprache /-fach ein.

Mache Druck bei den Politikern.

Schulungen zur Inklusion von Taube Menschen für Arbeitgeber.

Werde politisch aktiv.

Unterstütze den DGB.

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Unterstütze gehörlose Lehrer*innen.

Unterschreibe Petitionen, die sich für DGS im Bildungsbereich einsetzen.

Kaufe Lebensmittel für Bedürftige, viele Supermärkte machen regelmäßige Aktionen.