ZIEL 2 KEIN HUNGER
Leider geht das vielen Menschen weltweit so.
Jeder 4. Mensch hat nicht genug zum Essen.
Deshalb ist das zweite Ziel:
- Hunger stoppen: Den Hunger zu beenden und für Ernährungssicherheit zu sorgen. Das bedeutet, niemand soll hungern und alle sollen genug Nährstoffe bekommen.
- Nachhaltige Landwirtschaft: Umweltfreundliche Landwirtschaft fördern und den Landwirt*innen helfen.
- Bessere Ernährung: Alle Menschen sollen sich gesund und ausgewogen ernähren können.
Ungefähr 8 Milliarden Menschen leben auf der Welt. 2 Milliarden Menschen bekommen zu wenig oder gar kein Essen. Aber spannend ist: Jean Ziegler, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung sagt:
“Die Weltwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren.“
„Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird quasi ermordet.”
Warum bekommen diese Kinder dann nichts zu essen, obwohl wir auf der Welt mehr als genug zum Essen hätten? Das hat viele Gründe.
Zum Beispiel werden in wohlhabenden Ländern große Mengen an Lebensmittel weggeworfen, die woanders dringend gebraucht werden.
Das heißt, es ist eine ungleiche Verteilung da. In reichen Ländern gibt es zu viel Essen, während in armen Ländern Menschen hungern müssen.
In Ländern im Süden werden viele Lebensmittel für die reichen Länder produziert und exportiert, aber die eigene Bevölkerung wird nicht ausreichend versorgt.
Oder die Infrastruktur ist schlecht. In vielen Ländern gibt es keine Straßen, Lagerhäuser oder Einrichtungen, um Lebensmittel zu lagern oder zu transportieren.
Hinzu kommen Kriege, Naturkatastrophen, politische Instabilitäten und Armut.
Auch hier leiden etwa über 3 Millionen Menschen an Hunger und haben viel zu wenig Geld, um sich gutes Essen kaufen zu können. Gleichzeitig haben wir ein großes Problem mit Übergewicht. Viele essen zu viel und zu ungesund. 15,4 % der Deutschen sind stark übergewichtig. Das führt zu Krankheiten wie einem Herzinfarkt oder Diabetes.
Doch was positiv ist:
Immer mehr Land wird in Deutschland ökologisch bewirtschaftet. 2021 waren es 9,1 % der Fläche. Bis 2030 sollen es 30 % sein. Dadurch gibt es mehr gesunde Lebensmittel. Für gehörlose Menschen und Landwirte gibt es leider immer noch zu wenig oder kaum Zugang zu barrierefreier, zuverlässiger Information in Deutscher Gebärdensprache.