ZIEL 14 LEBEN UNTER WASSER
Denn sie liefern Nahrung, Sauerstoff und helfen, das Klima zu regulieren.
Aber die Ozeane sind bedroht durch Verschmutzung, Klimawandel und Überfischung. Ziel 14 ist, die Meere zu schützen und nachhaltig zu nutzen. Wie sieht das genau aus?
- Schutz mariner Lebensräume:
Wir müssen die Ozeane und ihre Bewohner schützen. Ein Beispiel wäre, keine Plastikprodukte in der Natur wegzuwerfen. - Nachhaltige Fischerei:
Wir sollten nur so viele Fische fangen, dass die Bestände nicht gefährdet werden. Ein Beispiel ist der Kauf von Fisch mit einem Nachhaltigkeitssiegel, wie MSC. - Verringerung von Meeresverschmutzung:
Die Reduzierung von Meeresverschmutzung und Plastikmüll.
Wenn Du einen Fisch isst, isst Du automatisch auch Plastik mit. Wir zerstören damit also nicht nur die Meere, sondern auch unseren Körper. Denn jedes Jahr landen etwa 10 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen, die sich nicht biologisch abbauen, sondern in immer kleinere Teilchen zerfallen. Die Fische essen diese kleinen Plastikteilchen, ohne dass sie es merken, weil sie denken, dass es Nahrung ist.
Hinzu kommt, dass es immer mehr “tote Zonen” gibt. Tote Zonen sind Bereiche im Meer, wo kein Leben für Fische und andere Meereslebewesen mehr möglich ist, weil der Sauerstoffgehalt zu niedrig ist. Der Sauerstoffmangel entsteht durch Eutrophierung. Das bedeutet, dass zu viele Nährstoffe ins Wasser gelangen. Diese Nährstoffe kommen von menschlichen Aktivitäten, zum Beispiel aus der Landwirtschaft (Düngemittel). Stickstoffhaltiges Wasser aus den Feldern fließt in die Flüsse und dann in die Ozeane. Dadurch wachsen zu viele Algen, die den Sauerstoff im Wasser verbrauchen. Diese tote Zonen entstehen also durch Umweltverschmutzung, die der Mensch verursacht.
Weltweit gibt es inzwischen mehr als 500 solcher Zonen mit einer Fläche von 250.000 km², deren Zahl sich seit den 1960er Jahren alle zehn Jahre verdoppelt.
Deutschland arbeitet daran, den Stickstoffgehalt in Nord- und Ostsee zu senken. Auch, dass Fische in der Nord- und Ostsee nachhaltig gefangen werden.
Im Jahr 2018 wurden 51,7 % der Fischbestände nachhaltig genutzt. Im Jahr 2020 waren es schon 60 %. Das ist eine positive Entwicklung, aber das Ziel, dass alle Fischbestände bis 2020 nachhaltig genutzt werden, wurde nicht erreicht.