ZIEL 15 LEBEN AN LAND
Sowie die Vielfalt aller Tiere und Pflanzen.
Denn ohne sie können wir nicht leben.
Warum?
Mangrovenwälder schützen die Küsten vor Flut (und vor Hochwasser), Insekten bestäuben die Pflanzen, die wir essen, und Regenwälder wandeln CO² in Sauerstoff um.
Aber diese werden immer mehr zerstört.
Mehr als die Hälfte der Ökosysteme ist heute in schlechterem Zustand als noch vor 50 Jahren, oder wird nicht nachhaltig genutzt: I
hre genetische Vielfalt geht verloren, oder sie wurden – wie die Hälfte aller Regenwälder – bereits vollständig zerstört.
Übernutzung durch intensive Landwirtschaft und die Folgen des Klimawandels gehören dabei zu den wichtigsten Ursachen.
Deshalb steht Ziel 15 dafür, Landökosysteme zu schützen, wiederherzustellen und ihre nachhaltige Nutzung zu fördern.
- Schutz der Landökosysteme:
Schutz von Wäldern, Wüsten, Feuchtgebieten. - Artenvielfalt bewahren:
Erhalt der Biodiversität (=Vielfalt von Tieren und Pflanzen) und den Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. - Wälder nachhaltig bewirtschaften:
Die Entwaldung beenden und Wald nachhaltig bewirtschaften und wiederherstellen.
Eine Million Tier- und Pflanzenarten sind akut vom Aussterben bedroht. Wälder werden weltweit abgeholzt.
Die deutsche Bevölkerung ist durch ihre Konsum- und Produktionsweise auch mitverantwortlich für die globale Waldzerstörung. Die wachsende Nachfrage nach Futtermitteln und Fleischprodukten, Bau- und Energieholz sowie Papierprodukten trägt dazu bei, dass große Flächen von Wäldern gerodet werden. Besonders die Soja-, Rindfleisch- und Palmölproduktion sind Hauptursachen für die Abholzung tropischer Regenwälder weltweit, wobei diese Industrien etwa 80% der Abholzung verursachen.
Weltweit gibt es inzwischen mehr als 500 solcher Zonen mit einer Fläche von 250.000 km², deren Zahl sich seit den 1960er Jahren alle zehn Jahre verdoppelt.
Fast die Hälfte der Flächen wird für Landwirtschaft genutzt. Durch intensive Landwirtschaft wie schwere Maschinen und Düngemittel wird der Boden beschädigt.
Weniger verschiedene Pflanzen und Tiere auf Bauernhöfen bedeuten, dass Tiere weniger Futter und Plätze zum Leben haben.
Das Insektensterben in Deutschland ist ein schockierendes Beispiel für den Verlust der biologischen Vielfalt.
Denn bei 96 % der Arten haben Insektenforscher*innen einen Rückgang festgestellt. Das heißt, es gibt an vielen Orten nicht mehr nur genügend Insekten, um die Felder natürlich zu bestäuben, sondern es bringt ganze Ökosysteme aus dem Gleichgewicht. Und es gibt 40 % weniger Vögel, weil sie weniger Insekten zum Fressen finden. Die Artenvielfalt ist gefährdet.